Offener Ganztag und Randstundenbetreuung

Seit dem 1.08.2014 hat die OGS der Kapellenschule einen neuen Träger. Der Verein „OGS Kapellenschule e.V.“, bestehend aus Lehrern und Lehrerinnen der Kapellenschule und engagierten Eltern, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder der Schule auch im Nachmittagsbereich optimal zu unterstützen.

Pädagogisches Konzept der OGS Kapellenschule


Kontakt:
Tel.: 05241/50523966
e-Mail: ogs@kapellenschule.de

Pädagogische Ziele der „OGS Kapellenschule e.V.“
Im Vordergrund der pädagogischen Arbeit an der offenen Ganztagsschule Kapellenschule steht die Begleitung der Kinder in ein selbstständiges Leben. Selbstständigkeit soll in allen Betreuungsbereichen gefördert und auch gefordert werden.
Es ist uns wichtig jedes Kind als Individuum zu sehen, es so anzunehmen, wie es ist und dort abzuholen, wo es steht.
Ziel ist die Anleitung der Kinder zu respektvollem und wertschätzendem Umgang untereinander und zu ihrem Umfeld, ohne dass ein Eingreifen Erwachsener notwendig wird. Dabei spielen christliche Werte und Normen, die auch das Profil der katholischen Grundschule bestimmen, in der Erziehung der Kinder im Nachmittagsbereich eine wichtige Rolle.

„Lenken statt leiten“ – dies ist der Grundsatz, den jeder Erzieher in der OGS für sich verinnerlicht. Der Standpunkt der Erwachsenen stellt somit keine diktierende Rolle dar, sondern vielmehr die eines Begleiters. Die Kinder werden infolge dessen durch Strukturen und Verhalten der Mitarbeiter in die gewünschte Richtung gelenkt.

Dabei erfahren sie:

–    Geborgenheit und Sicherheit
–    Unterstützung in allen anfallenden Alltagsfragen
–    Respekt, da sie mit ihren Bedürfnissen und Interessen ernst genommen werden
–    eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins, da sie sowohl mit ihren Stärken als auch mit ihren
Schwächen angenommen werden

Zusammengefasst bedeutet dies, dass sich unserer Personal als ‚Begleiter durch den Tag’ versteht, das die Kinder durch den strukturierten Alltag lenkt und somit ein harmonisches Miteinander fördert. Unsere Betreuungskräfte sind also für die Gruppen, aber auch für jedes einzelne Kind Ansprechpartner in allen Belangen.

Den Kindern sollen im Lebensumfeld OGS viele Möglichkeiten gegeben werden, die sie in ihrer persönlichen Entwicklung und Entfaltung unterstützen.

Das Zeitkonzept
Wir, der Verein OGS Kapellenschule, bietet den Kindern feste Strukturen in ihrer Tagesgestaltung. Freizeit, die Einnahme gemeinsamer Mahlzeiten und die Bewältigung schulischer Aufgaben folgen immer demselben Muster. Gerade diese Verlässlichkeit ist für viele Kinder von sehr großer Bedeutung. Durch die starke Rhythmisierung finden sie Halt und Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung.

Nach folgendem Tagesplan gestalten wir die Zeit gemeinsam:

07:00 – 08:15 Uhr Freie Ankunftsphase für die Kinder der OGS sowie der Randstundenbetreuung, freies Spielen, Basteln etc. nach Bedarf und Interessen.
08:15 – 11:45 Uhr Unterricht erste bis vierte Stunde bzw.
– 12:45 Uhr Unterricht bis zur fünften Stunde bzw.
– 13:30 Uhr Unterricht bis zur sechsten Stunde.
12:00-13:30 Uhr Ankunftsphase der Kinder, die keinen Unterricht mehr haben, freies Spielen, Toben, Lesen, Ausruhen etc. nach Bedarf und Interessen.
12:00-12:45 Uhr Mittagessen erste Gruppe (andere: Freispiel bzw. Unterricht)
12:45-13:30 Uhr Mittagessen zweite Gruppe (andere: Freispiel bzw. Unterricht)
13:30-14:00 Uhr Mittagessen dritte Gruppe (andere: Freispiel)
14:00-15:00 Uhr Hausaufgabenzeit in Gruppen mit festen Begleitern
15:15-16:15 Uhr AG-Angebote in festen Gruppen (andere: Freispiel)
17:00 Uhr Uhr Ende der Betreuungszeit

Freitag: veränderte Zeiten

Nach Möglichkeit soll auf den ständigen Wechsel von Aktions- und Ruhephasen geachtet werden, die sich in den Ablauf einfügen. Es sollen möglichst wenige Veränderungen entstehen, damit eine hohe Kontinuität für alle Beteiligten vorhanden ist. Die Übergänge der unterschiedlichen Phasen möchten wir gleitend gestalten, so dass auf allen Seiten möglichst wenig Stress entsteht.

Wie gestalten wir die Zeit mit den Kindern?

Das Freispiel
Das Freispiel ist für unseren Verein ein zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

Im Freispiel erhalten die Kinder die Möglichkeit, sich im Umgang mit den Anforderungen in unserer Gesellschaft zu erforschen und erproben. Außerdem ist die Bewegung, die sie in dieser Form des Spiels bekommen gut und wichtig, um ihre Motorik und Wahrnehmung zu trainieren. Im Umgang mit dem eigenen Körper, unterschiedlichen Materialien und vielen verschiedenen Spielobjekten gewinnen die Kinder wichtige Erkenntnisse, die ihnen helfen, sich die Welt zu erschließen, Gesetze und Eigenschaften zu erkennen und verstehen zu lernen.

Im Tagesverlauf gibt es immer wiederkehrende freie Spielphasen, in denen die Kinder auf vielfältige Materialien und Möglichkeiten zurückgreifen können. Die vorhandenen Räume sind als Funktionsräume eingerichtet und werden nach Bedarf und Interessen umgestaltet und verändert. Angeboten werden unter anderem Regelspiele, vielfältige Mal- und Bastelutensilien, Konstruktionsmaterialien und ein Rollenspielbereich. Zusätzlich soll immer ein Ruhebereich (ausgestattet mit Kissen und Büchern) eingerichtet sein. Alle Angebote sind so ausgewählt, dass sie in etwa einer halben Stunde durchgeführt werden können, da die Struktur kaum Zeit für längere Spiele oder Bastelangebote lässt.
Das gemeinsame Miteinander wird durch Gespräche und Austausch untereinander belebt und gestaltet. In diesem Zusammenhang kann gut auf die Wünsche der Kinder eingegangen werden. Die Zeit, die Orte und die Spielpartner können im Freispiel individuell gewählt werden. Die Erzieher haben hier die oben beschriebene lenkende Funktion. Sie beobachten, animieren und handeln nur nach Bedarf (z.B. in Konfliktsituationen, …).

Unser Bestreben ist es, dass die Schüler und Schülerinnen lernen, ihre Freizeit selbstständig und sinnvoll zu gestalten.

Die Hausaufgabenbetreuung
Die Hausaufgabenbetreuung ist ein wichtiger Aspekt im Rahmen einer offenen Ganztagsschule. Sie erfolgt in enger Absprache mit den Lehrern. Hierfür werden den Hausaufgabenbetreuern zeitliche Ressourcen zur Verfügung gestellt, um im Vormittagsbereich in den Klassen ihrer Hausaufgabengruppen tätig zu werden.
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Aufgaben in ihren eigenen Klassenräumen im Schulgebäude zu erledigen.
Hausaufgabengruppen, die eine Stärke von zehn Kindern überschreiten, werden von einer zweiten Kraft (Lehrer bzw. OGS-Mitarbeiter) unterstützt.
Während der Hausaufgabenzeit gibt die Betreuungskraft benötigte Hilfestellungen, die sich zunächst einmal darauf beziehen, den Kindern Strukturen zum selbstständigen Arbeiten anzubieten. Dies geht von der Ordnung der Arbeitsmaterialien auf dem Tisch bis hin zur Förderung des individuellen Zeitkonzeptes für jedes Kind.
Soweit es zeitlich möglich ist erfolgen Korrekturhinweise, die vom Schüler eigenständig verbessert werden.
Durch dieses System erfolgt gleichzeitig ein Hinweis an die Lehrer, die die Punkte am folgenden Tag sehen und somit wissen wo es Probleme gab. Eine vollständige Korrektur ist aus pädagogischen Gründen nicht durchzuführen.
Für die Vollständigkeit der Hausaufgaben sind die Eltern verantwortlich.

 

Das Mittagessen
Aufgrund der fehlenden räumlichen Gegebenheiten in der Schule, findet das Mittagessen im benachbarten Gebäude Don Bosco statt. Da die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten Unterrichtsschluss haben, gibt es drei Essensgruppen (vgl. Kapitel 3). Nach fest gelegten und den Kindern transparenten Regeln findet die Essensausgabe statt.
Das Mittagessen bildet für die Kinder wie für die Erzieher einen zentralen Punkt im Tagesgeschehen. Ruhige Tischgespräche fördern hier den gemeinsamen Austausch untereinander. Diese Phase soll für die Kinder eine Erholungsmöglichkeit bieten, in der sie sich für einen Zeitraum von etwa einer halben Stunde von den Problemen und Anstrengungen des Tages erholen können. Die Erzieher nehmen die Funktion des Strukturgebers ein, ansonsten werden sie hier als ein Teil des Ganzen gesehen und angenommen.
Da es uns wichtig ist, den Kindern ein nahrhaftes und frisches Essen anzubieten, haben wir als Kooperationspartner und Caterer die ortsansässige Fleischerei Höner gewählt. Das entspricht auch den Wünschen der Eltern, die 2013 über den Catererwechsel entschieden haben.

Die AGs
Die AGs bilden den besonderen Höhepunkt des Tages. In einem wiederkehrenden Rhythmus werden hier wöchentlich über einen Zeitrahmen von drei oder sechs Monaten bis hin zu einem ganzen Jahr unterschiedlichste Freizeitaktivitäten angeboten. Diese werden nach den Interessen und Wünschen der Kinder ausgewählt, die sich für die Kurse nach einer Testphase fest eintragen lassen können.

Die Angebote umfassen thematisch unter anderem die Bereiche:

–    Sport und Bewegung
–    Musik und Umgang mit Medien
–    Ernährung
–    Kunst und Kreativität
–    Sprachen
–    Garten und weitere…

Die Inhalte liegen in der Verantwortung der AG-Leiter, sollten aber mit der OGS abgesprochen werden.
Wir achten bei der Auswahl der Dozenten darauf, dass sie im Umgang mit Kindern erfahren sind und sie über die in ihrem Fachbereich benötigten Kompetenzen verfügen.

Bei der Auswahl der Angebote berücksichtigen wir, dass die Kapellenschule eng mit den örtlichen Vereinen zusammenarbeitet. Deshalb bieten wir musische Angebote in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Jugendmusikkorps Avenwedde bzw. mit dem Sportverein DJK-Avenwedde an. Als Beispiel ist die rhythmische/musikalische Früherziehung zu nennen. Sportliche Angebote, wie z.B. Ballsport für Jungen/Mädchen werden in Kooperation mit dem Sportverein DJK-Avenwedde durchgeführt. Auch die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde spielt für uns eine wichtige Rolle. So können OGS-Kinder im benachbarte Jugendheim Don Bosco an verschiedenen AGs teilnehmen.

Rahmenbedingungen

Verpflegung
Die Mittagsverpflegung wird, wie an anderer Stelle schon erwähnt, vom Caterer Höner übernommen. Die monatlichen Kosten von 58 € umfassen das Mittagessen, Obst und Gemüse als Rohkost und zwei Küchenkräfte, die das Essen an die Kinder ausgeben.

Seit Dezember 2014 haben die Kinder die Möglichkeit, ab 7.00 Uhr eine Kleinigkeit zu essen. Das soll aber nicht das morgendliche Frühstück zu Hause und in der Schule ersetzen.

Räumlichkeiten
Alle Räume sind als Funktionsräume eingerichtet, die nach aktuellen Bedürfnissen umgestaltet werden können. Sie bieten einen festen Anlaufpunkt für die Kinder, da sie hier verlässliche Ansprechpartner vorfinden. Fest eingerichtet ist der Werkraum mit entsprechenden Tischen und Materialien, das „Kinder-Restaurant“, welches einen Ort zur Stärkung mit Getränken oder den mitgebrachten Speisen bietet, der Bewegungsraum und die Garderobe inklusive Schuhregale, die den einzelnen Jahrgängen zugeordnet sind.
Das Mittagessen findet im Saal des gegenüber der Schule gelegenen Jugendhauses Don Bosco statt. Für die Hausaufgabenbetreuung sind entsprechend der Anzahl der Hausaufgabengruppen Klassenräume eingeteilt. So wird eine effektive Trennung von Freizeit- und Arbeitsbereichen erreicht. Die AGs finden in den Funktionsräumen der OGS, den Klassenräumen, im Don Bosco Jugendhaus, in der Sporthalle, der Schulküche oder in der Aula der Schule statt.
Zusätzlich kann das weitläufige Außengelände frei genutzt werden.

Zusätzliche Aspekte

Zusammenarbeit mit der Schule
Wir, der Verein OGS Kapellenschule e.V., streben eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und OGS an. Diese soll sich, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, unter anderem in der Teilnahme an allen Aktivitäten in der Kapellenschule zeigen. In enger Kooperation mit der Schulleitung möchten wir gemeinsam die Kapellenschule in Avenwedde repräsentieren.
Die pädagogischen Aspekte in diesem Zusammenhang sind aus Kapitel 2 zu entnehmen.

Zusammenarbeit mit den Eltern
Die Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder, die eine Offenen Ganztagschule besuchen, hat in unserem Verein einen großen Stellenwert. Im Vordergrund der Zusammenarbeit mit den Eltern liegt das persönliche Gespräch. Die Intensität richtet sich nach dem Bedarf beider Seiten, das Betreuungspersonal steht Fragen und Gesprächen jederzeit offen gegenüber. Es bieten sich kurze Tür- und Angel-Gespräche in der Abholzeit an, auf Wunsch werden jedoch auch Gesprächstermine vereinbart. Ein regelmäßiger Sprechtag ist aus diesem Grund bewusst nicht vorgesehen. So kann spontaner und auf bestimmte Situationen schneller reagiert werden. So ist auf der anderen Seite aber auch zu beinahe jedem Zeitpunkt die Möglichkeit des Dialogs über den aktuellen „Stand“ des Kindes in der Einrichtung gegeben.
Zusätzlich zu diesem Austausch werden die Eltern regelmäßig und zu aktuellen Ereignissen durch Elternbriefe über das Geschehen in der OGS informiert. Diese Informationen geben wir zusammen mit den Schulinformationen an die Elternschaft weiter. Das macht deutlich, dass OGS und Schule eine Einheit sind.
Einmal im Jahr stellen die Kinder gemeinsam mit ihren Gruppenleitern ihre AGs vor. Wir möchten so eine hohe Transparenz unserer Arbeit schaffen und über diesen Weg ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Zusätzlich werden nach Bedarf Elternabende durchgeführt.

 

Teamarbeit der OGS
Um einen geordneten und pädagogisch durchdachten Ablauf zu gewährleisten findet 14-tägig eine jeweils zweistündige Teamsitzung außerhalb der regulären Öffnungszeiten statt. Neben dem täglichen Austausch bietet diese Zeit eine gute Möglichkeit der Teamarbeit, in der intensiv über aktuelle Fragen gesprochen und konzeptionelle Aspekte entwickelt werden können. An den Teamsitzungen nimmt regelmäßig die Schulleitung/Trägervertretung teil.
Im Gegenzug nehmen die Vertreter der OGS bei Bedarf an den wöchentlichen Dienstbesprechungen und den monatlichen Lehrerkonferenzen teil.
In den Schulkonferenzen hat die OGS-Vertretung ein Stimmrecht.
Die Zusammenarbeit von Schule und OGS wird so gefördert.

Fortbildungen
Die Qualität der OGS Betreuung wird durch regelmäßige Fortbildungen gesichert.
Dabei sollen auch Fortbildungen im Tandem (mit einer Lehrperson) durchgeführt werden, da sie die Zusammenarbeit von Schule und Offenem Ganztag stärken und helfen, gemeinsame Ziele zu verfolgen.
Auch anerkannte Studienangebote dürfen von den Mitarbeitern gerne für Fortbildungen genutzt werden.

Randstunde    
Die Randstunde ist räumlich und personell in die Freispielphase der Offenen Ganztagsschule integriert.
Die Kinder können vor und nach dem Unterricht bis 13.30 Uhr betreut werden. Die Kosten betragen 55 € pro Monat.